Lamparter und
Rettenegger
am Podium

Österreichs Kombinierer glänzen heute in Oslo (NOR) mit einer starken Teamleistung.

© Ski Austria/Derganc

Während Johannes Lamparter und Stefan Rettenegger als Zweiter und Dritter den Sprung aufs Podest schaffen, platzieren sich mit Franz-Josef Rehrl auf Platz fünf und Thomas Rettenegger als Sechster gleich vier Ski Austria Athleten in den Top 6.

Der Sieg geht erneut an Jarl Magnus Riiber (NOR). Bei den Damen feiert Norwegen einen Dreifachsieg (Ida Marie Hagen vor Mari Leinan Lund und Gyda Westvold Hansen), gleich dahinter wird Lisa Hirner starke Vierte.

Johannes Lamparter legte den Grundstein zu seinem elften Podestplatz im Springen. Trotz schwieriger Windbedingungen sprang der Rumer auf 126 Meter und Platz zwei, sein Rückstand auf Riiber, der das Springen dominiert, lag allerdings schon bei 1min 18sek. Sechs Sekunden hinter Lamparter folgte Franz- Josef Rehrl als Dritter ins Rennen, Thomas und Stefan Rettenegger folgten an fünfter und siebenter Position (+1min35sek und +1min44sek).

Im Rennen lief Stefan Rettenegger in der dritten Runde auf Johannes Lamparter auf. Während Riiber einen souveränen Start-Ziel Sieg feierte, sprinteten sich Lamparter und Rettenegger die Platzierungen wieder auf den letzten Metern im Stadion aus. Und da hatte im letzten Anstieg Johannes Lamparter die spritzigeren Beine und setzte sich gegen seinen Kontrahenten durch.

Thomas Rettenegger und Franz-Josef Rehrl liefen ebenso ein beherztes Rennen, Rehrl konnte dabei sogar in der letzten Runde mit dem starken Läufer Graabak mitgehen. Die beiden wurden mit den Plätzen Fünf und Sechs belohnt und trugen damit maßgeblich dazu bei, dass das österreichische Team die Führung im Nationencup heute weiter ausbauen konnte. Der Vorsprung auf Verfolger Norwegen beträgt nun drei Wettkämpfe vor Saisonschluss 103 Punkte.


Johannes Lamparter: (2.) „Am Holmenkollen am Podium zu stehen ist ein Traum, es ist hier immer sehr besonders. Der Sprung war richtig gut, läuferisch bin ich noch nicht ganz da, wo ich es mir erhoffe. Es war richtig hart zu laufen, vor uns war das 50km Rennen der Damen. Das Pistengerät ist davor durchgefahren und die Verhältnisse waren richtig tief, da fühl ich mich nicht ganz so wohl. Teammäßig sind wir auf dem richtigen Weg, das nächste Ziel ist, einmal ein komplettes Podium mit Österreichern aufzufüllen.“

Stefan Rettenegger: (3.) „Nach dem Springen war heute nicht mehr drin. Die Verhältnisse hätten eigentlich gut gepasst, nur mit dem Anlauf tat ich mir extrem schwer. Wie das Rennen aber dann verlaufen ist, damit bin ich sehr zufrieden. Ich konnte lange mithalten und auch Graabak auf Distanz halten. Dass es zum Schluss gegen Jo sehr sehr schwer wird, war mir klar. Hier einen dritten Platz zu feiern ist schon was sehr Cooles.“

Franz-Josef Rehrl: (5.) „Es war ein super Tag auf der Schanze für mich mit einem guten Sprung. Im Laufen bin ich zügig gestartet und habe dann auf Stefan gewartet. Im Finish habe ich auch noch was drauf gehabt, ich bin wirklich zufrieden mit heute.“

Thomas Rettenegger (6.) „Wir alle haben einen super Job gemacht auf der Schanze, trotz der windigen Bedingungen. Im Rennen haben wir auch trotz der tiefen Bedingungen super gekämpft und gut zusammengearbeitet. Der Mann ganz vorne (Jarl Magnus Riiber, Anm.) ist eine Klasse für sich, aber gleich dahinter sind wir parat.“

Die weiteren Platzierungen der Österreicher:
16. Lukas Greiderer
17. Fabio Obermeyr (bestes Karriereergebnis)
18. Martin Fritz

Bei den Damen feiert Norwegen einen Dreifachsieg (Ida Marie Hagen vor Mari Leinan Lund und Gyda Westvold Hansen), gleich dahinter wird Lisa Hirner starke Vierte.

Das Damen-Springen wurde bereits am Donnerstag am benachbarten Midtstubakken ausgetragen. Norwegen dominierte das Springen und setzte sich mit einer Dreifach-Führung, angeführt von Mari Leinan Lund, an die Spitze. Lisa Hirner hatte als Siebente und beste Österreicherin 1min 44sek Rückstand, Slamik als 12. bereits schon 2min 20sek.

Lisa Hirner lief ein beherztes Rennen und verbesserte sich mit der fünften Laufzeit von Platz 7 auf Platz vier. Annalena Slamik wird 21., Claudia Purker 27.

Lisa Hirner: „Es war heute ein richtig cooler Tag, ich bin rundum zufrieden. Taktisch haben wir davor besprochen, dass ich mir etwas mehr Kraft für die zweite Runde aufbehalte. Das ist voll aufgegangen. Nachdem der Sprung am Donnerstag nicht ganz das war, was ich mir erwartet habe, war das heute richtig gut fürs Selbstvertrauen. Wir bleiben jetzt noch einige Tage heroben im Norden und trainieren, dann fahren wir direkt weiter nach Trondheim zum Finale.“