"Taktik-Fuchs" Hämmerle fährt auf Rang zwei

Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle hat im letzten Weltcuprennen vor den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina seinen ersten Podestplatz in dieser Saison geholt!

© FIS / Miha Matavz

Hämmerle reist mit gutem Gefühl zu den Olympischen Winterspielen nach Italien!

Der Vorarlberger Alessandro Hämmerle landete im zweiten Bewerb im chinesischen Dongbeiya hinter dem Australier Adam Lambert auf Rang zwei. Dritter wurde der US-Amerikaner Nathan Pare. Wie bereits tags zuvor spielte auch im zweiten Rennen in Dongbeiya die Taktik aufgrund der „Windschatten-Spiele“ auf der Zielgeraden eine entscheidende Rolle.

„Es war eigentlich verrückt! Ich bin im Startgate gestanden und habe mir überlegt, wie ich es anlegen soll, damit ich nicht als Erster in die erste Kurve einbiege. Deshalb habe ich heute nicht alles in den Start investiert, und diese Strategie hat auch gut funktioniert“, meinte Alessandro Hämmerle.

„Das ist nicht mein Fahrstil, aber ich kann das auch“, ergänzte ein selbstbewusster Hämmerle, der nach seinem ersten Stockerlplatz in dieser Saison nun mit einem guten Gefühl zu den Olympischen Winterspielen nach Italien reist. „Das tut richtig gut, so ein Ergebnis habe ich gebraucht – dieser zweite Platz ist zum besten Zeitpunkt gekommen. Ich war zwar auch schon in den letzten Rennen gut drauf, aber der Knopf wollte einfach nicht aufgehen. Das ist zum Glück jetzt passiert“, so der Olympiasieger von Peking 2022.

Für Samstag-Sieger Jakob Dusek lief es in der zweiten Konkurrenz nicht optimal. Als Vierter in seinem Viertelfinal-Heat belegte der Niederösterreicher im Endklassement unmittelbar hinter seinem ÖSV-Teamkollegen Lukas Pachner Rang 14. „Es ist leider nicht so gelaufen, wie ich es gerne gehabt hätte. Ich hatte nach dem langen gestrigen Tag heute nicht die vollen 100 Prozent Energie und bin im Viertelfinal-Heat auf die falsche Seite gewechselt. Aber natürlich überwiegt die Freude: Es war für mich ein sehr positives Wochenende. Ich bin in voller Stärke zurück“, resümierte Dusek.

Bei den Damen kam Pia Zerkhold im Viertelfinale zu Sturz. Dabei kam es zu einem Kontakt mit Chloe Trespeuch, für den die Niederösterreicherin auf Platz vier in diesem Lauf und Gesamtrang 16 zurückversetzt wurde. Julia Nirani-Pereira und Trespeuch sorgten für einen französischen Doppelsieg, Rang drei ging an die britische Vortagessiegerin Charlotte Bankes.