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Die Olympischen Spiele in Antholz waren noch ein großes Ziel von mir und jetzt ist einfach der richtige Zeitpunkt gekommen, um diesen Entschluss zu treffen.
Simon Eder feierte bereits in jungen Jahren zahlreiche Erfolge. Der Sohn von Biathlon-Legende Alfred Eder wurde 2002 Juniorenweltmeister im Einzel und gab ein Jahr später in Ruhpolding sein Weltcupdebüt. Der große Durchbruch gelang dem Salzburger aber erst in der Saison 2008/09, als er im Jänner in Antholz (ITA) in der Verfolgung erstmals in einem Einzelrennen auf das Podest lief. Kurz darauf holte er gemeinsam mit Daniel Mesotitsch, Dominik Landertinger und Christoph Sumann bei der WM in Pyeongchang in der Staffel seine erste WM-Medaille. Im letzten Rennen der damaligen Saison stand der heute 43-Jährige dann erstmals auf dem obersten Podest und feierte im Massenstart von Khanty Mansiysk (RUS) seinen Premierensieg im Weltcup. Bei Olympischen Winterspielen gewann Eder gemeinsam mit dem oben genannten Trio sowohl in Vancouver 2010 als auch in Sotschi 2014 die Silbermedaille in der Staffel.
Dass er es geschafft hat, mit seiner Professionalität und seinem Ehrgeiz so lange in der Weltspitze mitzumischen, ist beeindruckend und in dieser Art und Weise einzigartig.
Simon Eder bestritt in seiner beispiellosen Karriere über 550 Weltcup-, WM- und Olympiarennen, feierte in Einzelrennen insgesamt drei Weltcupsiege und stand 20-mal auf dem Podest. Bei Weltmeisterschaften eroberte der Routinier insgesamt fünf Medaillen (2x Silber, 3x Bronze). Ein Höhepunkt seiner langen Karriere war sicherlich die Heim-Weltmeisterschaft in Hochfilzen 2017, als er zunächst gemeinsam mit Dominik Landertinger, Julian Eberhard und Daniel Mesotitsch Bronze in der Staffel gewann und im abschließenden Massenstartbewerb vor heimischem Publikum eine weitere Bronzemedaille holte.
Simon Eder war jahrelang eines der Aushängeschilder des heimischen Biathlonsports, verblüffte bis zuletzt mit Top-Leistungen und galt in der internationalen Biathlonwelt als aktive Legende. Jetzt, im Alter von 43 Jahren, verkündete der „Meisterschütze“ seinen Rücktritt.
STIMMEN:
Simon Eder: „Die Olympischen Spiele in Antholz waren noch ein großes Ziel von mir und jetzt ist einfach der richtige Zeitpunkt gekommen, um diesen Entschluss zu treffen. Mein Ziel war es immer, so lange wie möglich dabei zu sein, insofern kann ich mir definitiv nichts vorwerfen. Mein Kopf ist sicher noch auf die gewisse Art und Weise willig, aber so eine lange Karriere hinterlässt körperlich einfach Spuren. Ich habe jetzt fast alles, was der Biathlonsport zu bieten hat, gesehen bzw. erlebt. Als junger Athlet ist man noch ein wenig naiv, man will den Gesamtweltcup gewinnen oder Olympiasieger werden. Aber die Dichte in der Weltspitze ist im Biathlon einfach extrem und gerade bevor ich in den Weltcup gekommen bin, hatte ich körperlich eine sehr schwierige Zeit. Als ich dann in Hochfilzen meine ersten Weltcuppunkte gemacht habe, war das einfach herausragend für mich. Ich durfte viele schöne Erfolge erleben, aber dieser Moment hat sich in meinem Gedächtnis fest verankert. Ich habe mir danach Stück für Stück neue Ziele gesetzt, die gesamte Mannschaft ist extrem stark geworden und dann haben wir uns gegenseitig nach oben gepusht. Bis zum heutigen Tag hatte meine Karriere immer Höhen und Tiefen, aber genau das hat die Erfolge umso schöner gemacht. Ich habe insgesamt über 100 Top-Ten-Ergebnisse geschafft und auch heuer ist noch eines dazugekommen. Für jedes davon brauchst du immer ein super Rennen, daher bin ich darauf schon sehr stolz. Jetzt freue ich mich in erster Linie auf mehr Zeit mit meiner Familie, die mich über die Jahre unfassbar unterstützt hat. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt, aber ich würde dem Biathlonsport schon gerne in irgendeiner Weise erhalten bleiben und auch eine Trainerfunktion ist für mich denkbar.“
Christoph Sumann (Sportlicher Leiter Biathlon): „Simon war in der internationalen Biathlonwelt eine absolute Ausnahmeerscheinung und hat diesen Sport über zwei Jahrzehnte lang maßgeblich beeinflusst. Gerade am Schießstand gehörte er bis zuletzt zur absoluten Weltelite und es ist einfach beeindruckend, wie viele Jahre er auf Weltklasseniveau performen konnte. Innerhalb des Herrenteams hat er sich in den letzten Jahren zudem zu einer wichtigen Stütze und Bezugsperson entwickelt und war für seine jüngeren Teamkollegen mit seiner Erfahrung und seiner Professionalität ein großes Vorbild. Er war über so viele Jahre lang ein Teil dieses Sports, ich habe ihn sowohl als Teamkollegen als auch in meiner jetzigen Position immer sehr geschätzt und man kann sich Biathlon ohne ihn kaum vorstellen. Ich gratuliere ihm von Herzen zu seiner einzigartigen Karriere und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft!“
Mario Stecher (ÖSV-Sportdirektor): „Simon Eder kann auf eine beispiellose Karriere zurückblicken und war über eine extrem lange Zeit eines der Aushängeschilder unseres Herrenteams. Er war Teil der erfolgreichsten Biathlon-Generation, die wir in Österreich je hatten und sorgte bei Weltmeisterschaften, Olympischen Spielen und im Weltcup für zahlreiche unvergessliche Momente. Dass er es geschafft hat, mit seiner Professionalität und seinem Ehrgeiz so lange in der Weltspitze mitzumischen, ist beeindruckend und in dieser Art und Weise einzigartig. Im Namen des Österreichischen Skiverbandes möchte ich mich bei Simon für alles, was er in dieser langen Zeit geleistet hat, recht herzlich bedanken und wünsche ihm alles Gute für die Zeit nach seiner Karriere.“