Karl fährt mit viel Punch zu Sieg in Kanada

Benjamin Karl hat beim letzten Parallelriesentorlauf dieser Saison in Val St. Come (CAN) seinen 24. Weltcup-Einzelsieg gefeiert!

© FIS / Miha Matavz

Doppel-Olympiasieger bezwingt im großen Finale Maurizio Bormolini!

Im großen Finale setzte sich Benjamin Karl gegen den Italiener Maurizio Bormolini durch, gegen den er bereits in der Auftaktrunde der Olympischen Spiele in Livigno die Oberhand behalten hatte.

„Jeder Sieg macht große Freude, denn hinter jedem Erfolg steckt harte Arbeit. Es hat in jedem Kurs ein bis zwei schwere Tore gegeben, aber im Grunde habe ich durch den eisigen, griffigen Schnee den ganzen Punch, den ich reingelegt habe, wieder zurückbekommen. Ich habe mich voll reinhauen können und es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht“, sagte der Niederösterreicher nach seinem insgesamt 29. Weltcup-Triumph (24 im Einzel, 5 im Team).

Mit diesem Erfolg fixierte der Doppel-Olympiasieger den zweiten Platz in der Disziplinenwertung hinter Bormolini, der auch bereits als Gesamtweltcupsieger feststeht. „Natürlich hätte ich lieber die kleine Kristallkugel geholt, aber der ,Bormo‘ ist eine super Saison gefahren – er hat sich das verdient. Da kann man nur den Hut ziehen“, zollte Benjamin Karl seinem Finalgegner Respekt, dem er bei den Olympischen Spielen in Livigno auf dem Weg zu seinem zweiten Gold in der Auftaktrunde um drei Hundertstel das Nachsehen gegeben hatte.

Über einen positiven Saisonabschluss im Parallelriesentorlauf durfte sich auch Arvid Auner freuen. Der Steirer musste im kleinen Finale zwar dem Italiener Mirko Felicetti den Vortritt lassen, holte mit Rang vier aber sein bestes PGS-Ergebnis in diesem Winter. In der Runde davor hatte Auner in einem rein österreichischen Halbfinale gegen seinen „Best Buddy“ Karl um 0,42 Sekunden das Nachsehen, dennoch blickte er positiv auf das Rennen zurück: „Der vierte Platz tut sehr gut. Dieses Ergebnis zeigt mir, dass ich auch im Riesentorlauf auf dem richtigen Weg bin", so Arvid Auner.

Fabian Obmann komplettierte als Fünfter das mannschaftlich starke Abschneiden der ÖSV-Herren, zu dem auch Alexander Payer (10.), Andreas Prommegger (11.) und Dominik Burgstaller (12.) beitrugen. Christoph Karner (31.) und Matthäus Pink (35.) verpassten den Sprung in die Finalentscheidung der Top-16.

Bei den Damen wurde Sabine Payer als beste Österreicherin Siebente. Sie musste sich im Viertelfinale gegen die spätere Siegerin Lucia Dalmasso (ITA) um den Wimpernschlag einer Hundertstelsekunde geschlagen geben. Hauchdünn verpasste Payer damit auch das Podest in der PGS-Disziplinenwertung, in der die Olympia-Silberne von Livigno nach 13 Saisonrennen mit lediglich einem Punkt Rückstand auf die Italienerin Elisa Caffont Vierte wurde. Die kleine Kristallkugel bei den Damen ging an die Japanerin Tsubaki Miki, die wie Bormolini bei den Herren ebenfalls bereits als Gesamtweltcupsiegerin feststeht. Für Martina Ankele (10.) und Claudia Riegler (12.) kam in Kanada nach jeweils erfolgreicher Qualifikation im Achtelfinale das Aus.

Letzte Weltcupstation der Alpinboarder:innen in diesem Winter ist am kommenden Wochenende das deutsche Winterberg, wo am 21. und 22. März ein Parallelslalom und ein Mixed-Team-PSL auf dem Programm stehen.