Heimsieg für Lisa Eder

Die Salzburgerin feiert ihren zweiten Weltcupsieg vor heimischen Fans und beendet nach Platz zwei am Vortag ein erfolgreiches Wochenende. 

© FIS / Action Press

Lisa Eder sorgt in Hinzenbach für Jubel und sichert sich am Sonntag ihren zweiten Weltcup-Erfolg. Nach Platz zwei am Vortag dreht die Salzburgerin diesmal den Spieß um und gewinnt mit einem Vorsprung von mehr als elf Punkten auf Anna Odine Strøm. Nika Prevc, die am Samstag noch triumphiert, komplettiert als Dritte das Podest.

Schon im ersten Durchgang stellt Eder die Weichen auf Sieg. Während Prevc bei 80,5 Metern landet und sich nur im hinteren Spitzenfeld wiederfindet, zeigt Eder mit 88,5 Metern einen starken Auftakt und übernimmt klar das Kommando. Damit verschafft sie sich eine hervorragende Ausgangsposition für das Finale.

Im Finale startet Prevc mit 89,5 Metern zwar noch eine starke Aufholjagd und erzielt die größte Weite des Tages, mehr als Platz drei ist für die dominierende Springerin dieses Winters jedoch nicht mehr möglich. Eder bleibt stabil, landet bei 86 Metern und bringt den Sieg souverän ins Ziel. „Das ist natürlich schön und freut mich. Vor zwei Wochen war ich so nervös (bei Olympia, Anm.), dass mich jetzt nichts mehr erschüttern kann. Jetzt ist viel Lockerheit da. Ich denke nicht so viel nach, dann klappt es einfach besser“, sagt die 24-Jährige nach den für sie enttäuschenden Olympischen Spielen erleichtert. Nun freut sich Eder auf die bevorstehenden Aufgaben. „Jetzt geht es von Hinzenbach ins kalte Lahti. Es kommen Groß- und Flugschanzen. Die restliche Saison will ich genießen und Spaß haben.“

Julia Mühlbacher landet in den Top-Ten

Als zweitbeste Österreicherin landet Julia Mühlbacher auf Rang neun. Mit ihrer Vorstellung zeigt sie sich insgesamt zufrieden, auch wenn sie im zweiten Durchgang noch Potenzial sieht. Besonders groß ist jedoch ihre Freude über den Erfolg ihrer Teamkollegin, die sich den Sieg vor heimischem Publikum sichert.

Auch Cheftrainer Thomas Diethart freut sich über den Heimerfolg: Ein Sieg vor eigenem Publikum sei etwas ganz Besonderes. Zudem hebt er hervor, wie stark Eder die schwierige Phase rund um die Olympischen Spiele verarbeitet und nun die passende Antwort auf Rang zwei vom Vortag gibt.