Johannes, wie groß ist die Freude über die neue Aufgabe als Damen-Cheftrainer?
Die Freude ist natürlich sehr groß. Gleichzeitig ist die Aufgabe herausfordernd, aber genau das macht sie auch besonders reizvoll. Es ist eine verantwortungsvolle Position, die ich sehr gerne annehme. Ich möchte sie in meiner gewohnten Art angehen – ruhig, zielstrebig und mit großem Engagement. Zudem bietet diese Rolle die Möglichkeit, im Skisport in Österreich wichtige Impulse zu setzen.
Wie blickst du auf die kommenden Aufgaben?
Ich blicke sehr zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben, auch wenn das Aufgabengebiet sehr breit ist. Sportlich bin ich überzeugt, dass in jeder Disziplin das Potenzial für Podestplätze vorhanden ist. Entscheidend wird sein, die Athletinnen so vorzubereiten, dass sie ihre Leistung konstant abrufen können.
Wo möchtest du die Hebel ansetzen und was sind deine ersten Schritte in deiner Funktion?
Das Potenzial ist definitiv vorhanden. Der Fokus liegt darauf, mehr Konstanz hineinzubringen. Die entscheidenden Hebel liegen in der täglichen Arbeit, in klaren Abläufen und in der engen Abstimmung im Team. Gemeinsam wollen wir herausfinden, wo wir gezielt nachschärfen können. Die ersten Schritte sind klar: den Austausch suchen. Ich möchte Gespräche mit den Trainern sowie mit den Athletinnen führen, um ein umfassendes Bild zu bekommen. Auf dieser Basis können wir gezielt Maßnahmen setzen, um eine konstante Performance zu ermöglichen.
Johannes, welche Ziele hast du dir gemeinsam mit dem Trainerteam gesetzt?
Unser Ziel ist es, die Athletinnen und Athleten bestmöglich vorzubereiten und konstante Leistungen zu ermöglichen. Der Anspruch in Österreich ist hoch – wir wollen regelmäßig um Podestplätze mitfahren. Dafür müssen wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen und gleichzeitig auch die Eigenverantwortung der Athletinnen stärken.
Gibt es bereits Änderungen, die du vornehmen möchtest?
Von konkreten Änderungen zu sprechen, ist aktuell noch zu früh. Zunächst geht es darum, mir einen umfassenden Überblick zu verschaffen. Ich bin überzeugt, dass im bestehenden Team viel Qualität vorhanden ist. Veränderungen werden, wenn überhaupt, in kleinen, gezielten Schritten erfolgen. Vertrauen und Verantwortung spielen dabei eine zentrale Rolle.
Danke für das Gespräch!
Zur Person: Johannes Zöchling
- 2010–2016: ÖSV-Konditionstrainer Technik-Team Damen (ÖSV)
- 2016–2022: Gruppentrainer Technik-Team Damen (ÖSV)
- 2022–2024: Gruppentrainer Nachwuchs-Herren (ÖSV)
- 2024–März 2026: Trainer Technik-Team Damen (Norwegen)
- Ab 1. Mai 2026: Cheftrainer ÖSV-Damen