Dabei hatte der Tag für Benjamin Karl nicht gerade gut begonnen! In der Qualifikation brach ein Keil am Brett des Niederösterreichers, der sich als 15. gerade noch ein Ticket für das Finale der Top-16 sichern konnte. „Wir haben dann zwischen der Qualifikation und dem Finale das Set-Up wieder in Ordnung gebracht, danach haben auch die Schwünge auf der Backside wieder funktioniert“, berichtete Benjamin Karl.
Dem Niederösterreicher konnten dann auch ständige Kurswechsel im Finale nichts anhaben. Nachdem sich Karl gegen Aaron March (ITA), seinen ÖSV-Teamkollegen Fabian Obmann und den späteren Dritten Gian Casanova (SUI) durchgesetzt hatte, entschied er auch das große Finale gegen Gaudet um 0,27 Sekunden für sich.
„Ich wollte vor den Olympischen Spielen noch unbedingt ein Rennen gewinnen, um eine Bestätigung zu haben, dass ich schnell bin. Daher gibt mir dieser Sieg extrem viel. Mir hat es auch nichts ausgemacht, dass ich bei meinen Läufen hin- und hergeschickt wurde und ich den Kurs nie aussuchen konnte. Mir sind die Verhältnisse heute sehr entgegengekommen. Es war superschwer zu fahren, der Kurs schnell gesetzt und die Piste hart – alles so, wie es mir taugt“, sagte Karl, der mit seinem dritten Podestplatz in dieser Saison nach zweiten Rängen in Mylin (CHN) und Cortina (ITA) auch die Führung im PGS-Weltcup übernommen hat.