Moser sorgt mit Platz zwei für Sensation

Benjamin Moser hat bei der heutigen dritten Etappe der laufenden Tour de Ski in Toblach (ITA) für eine echte Sensation gesorgt.

© FIS

Erstmals am Weltcuppodest

Der Tiroler lieferte im erstmals ausgetragenen Heat-Massenstart über 5 km eine herausragende Vorstellung ab und musste sich im Endklassement nur dem U.S.-Amerikaner Gus Schumacher geschlagen geben. Der 28-Jährige stand damit erstmals in seiner Karriere auf einem Weltcuppodest und durfte sich zudem über sein mit Abstand bestes Karriereergebnis freuen. Auf den Sieg fehlten dem Österreicher am Ende sogar nur 0,2 Sekunden. Das Podest komplettierte der Norweger Lars Heggen (+0,6 sec.).

Das ist einfach unglaublich und ich weiß nicht, was ich sagen soll. Dass ich das heute geschafft habe, macht mich wirklich sprachlos.

Benjamin Moser, Zweiter

Platz zwei im schnellsten Heat 

Das neu ausgetragene Format war für alle Teilnehmer eine große Unbekannte. Das gesamte Feld wurde in vier verschiedene Heats aufgeteilt, am Ende entschied die Laufzeit über die endgültige Platzierung. Benjamin Moser startete im zweiten Heat und war von Beginn an auf den vordersten Plätzen zu finden. Der Tiroler drückte gemeinsam mit dem Norweger Lars Heggen und dem U.S.-Amerikaner Gus Schumacher vom ersten Meter ordentlich aufs Tempo und hielt diese Geschwindigkeit auch bis zur Ziellinie durch. Am Ende überquerte der 28-Jährige mit einem Rückstand von lediglich 0,2 Sekunden hinter Gus Schumacher als hervorragender Zweiter die Ziellinie. Die drei weiteren Heats waren zeitlich langsamer als der Lauf des Österreichers, der damit auch im Endklassement völlig überraschend Zweiter wurde und für einen echten Gänsehautmoment in Südtirol sorgte.

In der Gesamtwertung der Tour de Ski liegt Benjamin Moser nach seiner heutigen Galavorstellung auf dem hervorragenden vierten Platz. Sein Rückstand auf den derzeit in Führung liegenden Norweger Johannes Hoesflot Klaebo beträgt 59 Sekunden.

Mit Tobias Ganner durfte sich zudem ein weiterer Österreicher über sein bisher bestes Karriereergebnis freuen. Der Osttiroler belegte im ersten Heat den starken achten Rang und landete damit im Endklassement den hervorragenden 18. Platz (+9,5 sec.). Michael Föttinger wurde 35. (+12,8 sec.).

Benjamin Moser (Zweiter): „Das ist einfach unglaublich und ich weiß nicht, was ich sagen soll. Dass ich das heute geschafft habe, macht mich wirklich sprachlos. Ich wusste, dass mir dieses Format liegen könnte, aber dass dann alles zusammenpasst und ich auf das Podium laufe, kann ich einfach nicht glauben! Natürlich wusste ich, dass ich es draufhabe, aber dass dann alles so zusammenläuft, auch was den Heat betrifft, ist einfach nur unfassbar schön!“