Heimsiege in Stams

Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren waren die Ski Austria Adler nicht zu schlagen. Lisa Eder und Clemens Aigner sorgten beim top-besetzten Continental Cup für einen rot-weiß-roten Heimerfolg.

Siegerbild der Damen Samstag Stams | © Ski Austria

Lisa Eder und Clemens Aigner in Stams die Besten.

Österreichs Skispringer:innen durften am Samstag beim Heim-Continental-Cup gleich über zwei Siege jubeln. 

Bei den Damen feierte Lisa Eder bei ihrem ersten Wettkampf seit ihrem Comeback einen souveränen Erfolg. Mit Sprüngen auf 111,5 und 112,5 Meter und 288,7 Punkten setzte sie sich klar vor den beiden Sloweninnen Nika Vodan (264,3) und Nika Prevc (250,9) durch. Julia Mühlbacher belegte als zweitbeste Österreicherin den fünften Platz.

Bei den Herren legte Clemens Aigner nach und sorgte für den zweiten österreichischen Heimsieg des Tages. Der Tiroler gewann mit Sprüngen auf 116 und 115 Meter und 251,3 Punkten vor dem Schweizer Gregor Deschwanden (237,3). Lukas Haagen komplettierte als Dritter das Podest. Dahinter sorgten Raffael Zimmermann (4.), Markus Müller (6.) und Marco Wörgötter (7.) für ein starkes österreichisches Mannschaftsergebnis.

Für die größte Weite des Tages sorgte Domen Prevc. Der slowenische Gesamtsieger des vergangenen Winters stellte im zweiten Durchgang mit 121,5 Metern einen neuen Schanzenrekord auf. Nach einem Sprung auf lediglich 96 Meter und Zwischenrang 28 im ersten Durchgang landete Prevc trotz des Rekords am Ende auf Platz 17.

Am Sonntag stehen in Stams die zweiten Bewerbe des Continental-Cup-Wochenendes auf dem Programm.

Es gibt immer noch Verbesserungspotenzial. Im Wettkampf war es nicht mehr ganz so locker, aber es war trotzdem auf einem guten Niveau und hat Spaß gemacht.

Lisa Eder

Lisa Eder (1. Platz - Damen): „Der erste Wettkampf wieder seit Langem – ich habe mich schon richtig darauf gefreut. Vor allem auf der Schanze, auf der ich öfter trainieren gehe. Die Sprünge waren ganz okay. Es gibt immer noch Verbesserungspotenzial. Im Wettkampf war es nicht mehr ganz so locker, aber es war trotzdem auf einem guten Niveau und hat Spaß gemacht. Wir werden die Sprünge jetzt in Ruhe analysieren. Der zweite Trainingssprung war schon ganz gut vom Tisch. Ich glaube, das ist die Richtung, in die es gehen soll.“

Clemens Aigner (1. Platz - Herren): „Auf der Heimschanze ist es nicht immer einfach. Aber ich habe meine Sachen beieinandergehabt. Ich war sehr gut in Form und habe den ganzen Sommer sehr gut trainiert. Ich war heute schon sehr angespannt, muss ich sagen. Der letzte Bewerb ist ja sechs Monate her. Grundsätzlich habe ich versucht, bei mir zu bleiben, und ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen.“

Lukas Haagen (3. Platz): „Bei meinen Sprüngen ist noch Potenzial da. Beim ersten Sprung war die Landung nicht ganz so sauber. Aber es ist lässig zum Auftakt, gleich einmal auf dem Podest zu stehen. Insgesamt war es richtig cool. Entscheidend ist immer, dass man den Sprung durchzieht und bei seinen Sachen bleibt. Auf die Thermik, den Wind und so weiter hat man keinen Einfluss. Wir werden uns heute die Sprünge im Video anschauen, und dann freue ich mich auf morgen.“

Julia Mühlbacher (5. Platz): „Richtig gut war das Gefühl heute eigentlich bei keinem meiner Sprünge. Aber so schlecht kann es auch nicht gewesen sein, sonst steht man am Ende des Tages nicht als Fünfte da. Ich weiß auf jeden Fall, dass ich noch genug Luft nach oben habe. Es war cool, mit den beiden slowenischen Nikas am Start einmal abzuchecken, wo man international steht. Heute war es mit dem Rückenwind sehr schwierig und da merkt man, dass man sauber springen muss. Mir hat noch ein bisschen etwas gefehlt, aber ich glaube, der Weg stimmt.“

Gregor Deschwanden (SUI): „Es war ein sehr starkes Feld. Ich habe schon gemerkt, heute muss ich gut oben rauskommen, und bin sehr zufrieden mit dem Resultat. Sicher waren noch kleine Fehler dabei, aber ich denke, mein Grundsprung ist gut. Morgen möchte ich mich vor allem bei der Landung noch verbessern, die guten Sachen weitermachen und angreifen. Da ist noch ein Platz vor mir, den ich auch gerne erreichen möchte.“

Nika Prevc (SLO): „Es war mein erster Wettkampf in diesem Sommer. Ich bin nicht zufrieden, weil meine Sprünge deutlich schlechter waren, als ich erwartet hatte. Aber insgesamt bin ich sehr gerne in Stams und es ist schön, wieder Wettkämpfe zu bestreiten. Morgen möchte ich einen Schritt in die richtige Richtung machen. Im Sommer habe ich ein paar neue Dinge ausprobiert, gleichzeitig versuche ich aber, es nicht zu kompliziert zu machen. Insgesamt bin ich mit dem Training zufrieden und hoffe auf das Beste.“