Entfesselte Leistung am Ende der Tour
Teresa Stadlober erwischte beim heutigen Tour-Finale zunächst keinen optimalen Beginn und ging nach den ersten knapp acht Kilometern etwa auf Position 20 in den finalen Schlussanstieg. Auf den letzten zwei Kilometern bewies die Salzburgerin aber einmal mehr ihre hervorragenden Kletter-Qualitäten, arbeitete sich kontinuierlich nach vorne und knapp vor dem Ziel war die Salzburgerin plötzlich wieder mittendrin im Kampf um eine mögliche Podestplatzierung. Am Ende überquerte die Österreicherin völlig entkräftet mit einem Rückstand von lediglich 17,5 Sekunden die Ziellinie. Auf Platz drei fehlten Teresa Stadlober knapp drei Sekunden.
Der Tagessieg ging heute in souveräner Manier an die Norwegerin Karoline Simpson-Larsen, die sich mit einem Vorsprung von 8,8 Sekunden gegen die U.S.-Amerikanerin Jessie Diggins durchsetzen konnte. Das Podest komplettierte die Norwegerin Heidi Weng (+14,4 sec.).
Teresa Stadlober (Tour-Zweite): „Es ist unglaublich, unbeschreiblich und einfach ein Wahnsinn! Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es war von Beginn an so ein hektisches Rennen, ich bin zunächst überhaupt nicht in Schwung gekommen und habe am Anfang eigentlich nur Plätze verloren. Im Anstieg habe ich dann gewusst, dass ich voll kämpfen und alles geben muss. Ich konnte wieder Plätze gutmachen und dann war auch die vorderste Gruppe wieder in Sichtweite. Ich wollte einfach unbedingt wieder aufschließen und wusste auch, dass es in der Gesamtwertung extrem eng ist. Ich hatte Gott sei Dank wieder unfassbar gutes Material und muss mich bei unserem Service-Team bedanken, das wieder super Arbeit geleistet hat. Für mich war es die absolut perfekte Woche. Ich habe im Vorfeld ein bisschen über die Tour geschimpft und jetzt stehe ich hier mit dem zweiten Gesamtplatz, zwei Podestplätzen und dem Climbing-Trikot – unfassbar, ich brauche glaube ich ein paar Tage, um das alles zu verarbeiten.“