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Johannes Lamparter hat sich bei der Skiflug-Premiere der Kombinierer auf dem Kulm im Compact Bewerb Rang zwei geholt. Der Sieg ging an den Finnen Ilkka Herola.
Geschichtsträchtiger Tag am Kulm! Zum ersten Mal in der Geschichte der Nordischen Kombination fand ein Bewerb auf einer Skiflugschanze statt – und das vor 5.200 begeisterten Fans in Bad Mitterndorf/Tauplitz. Gleich nach den Olympischen Spielen bot die österreichische Kultstätte die Bühne für eine spektakuläre Premiere, bei der sportliche Höchstleistungen und Emotionen Hand in Hand gingen.
Schon in den Trainingssprüngen am Donnerstag beeindruckten die Athleten mit tollen Flügen weit jenseits der 200er-Marke. Emotionen und Adrenalin waren deutlich spürbar. Auf der Skiflugschanze am Freitag sorgte dann Österreichs Aushängeschild Johannes Lamparter mit einem Flug auf 236,5 Meter für Aufsehen. Obwohl er dabei in den Schnee griff und somit Punkteabzüge bei der Landung hinnehmen musste, sicherte er sich den Sieg im Sprungdurchgang vor Marco Heinis (FRA) und Ilkka Herola (FIN).
In der anschließenden Langlaufentscheidung startete Lamparter als Erster in den Compact-Bewerb, gefolgt von Heinis (FRA/+6 Sek.) und Herola (FIN/+12 Sek.). Auf der 7,5 Kilometer langen Strecke – mit Start und Ziel direkt im Auslauf der mächtigen Skiflugschanze – entwickelte sich ein packendes Rennen. Schon zu Beginn konnten sich Lamparter und Herola vom restlichen Feld absetzen und lieferten sich über weite Teile des Bewerbs ein Kopf-an-Kopf-Duell. In der letzten Runde mobilisierten beide noch einmal alle Kräfte, ehe es auf der Zielgeraden zum packenden Sprint kam. Hier hatte schließlich der Finne Ilkka Herola hauchdünn die Nase vorn und krönte sich zum Sieger. Johannes Lamparter musste sich trotz großem Kampf nur knapp geschlagen geben und belegte Rang zwei. Den dritten Platz sicherte sich Johannes Rydzek (GER).
Mit seinem zweiten Platz fixierte Johannes Lamparter vorzeitig den Gewinn der kleinen Kristallkugel für die Kompakt-Wertung.
Ergebnis Weltcup KulmSeinen Abschied vom aktiven Sport gab am Kulm der Tiroler Lukas Greiderer. Der 32-Jährige beendet seine Karriere ausgerechnet bei der Skiflug-Premiere der Kombinierer im Weltcup.
„Mein erster Flug wird gleichzeitig mein letzter sein. Ein neuer Lebensabschnitt fängt an“, sagte Greiderer, der im Ziel von seinen Teamkollegen mit einer Bierdusche empfangen wurde. Seine größten Erfolge waren eine Olympiabronzemedaille 2022 in Peking, Team-Sprint-WM-Gold 2021 in Oberstdorf sowie zwei weitere WM-Bronzemedaillen mit dem Team. Nach seinem 208,5-m-Flug war er happy. „Ich bin erleichtert, so geil, dass ich noch so einen runtergehaut habe.“ Der Tiroler bewies auch in seinem letzten Rennen noch einmal seine Klasse und belegte als zweitbester Österreicher Rang zehn - Chapeau und Danke Luggi!