Gigler setzt als Zweite ein Ausrufezeichen

Sonja Gigler hat beim zweiten Weltcuprennen an diesem Wochenende in Veysonnaz (SUI) ein Ausrufezeichen gesetzt!

© GEPA

Katrin Ofner holt als Dritte im ersten Rennen ebenfalls einen Podestplatz!

Sonja Gigler musste in einem stark besetzten großen Finale nur der Deutschen Daniela Maier den Vortritt lassen und wurde vor der Kanadierin Marielle Thompson und der schwedischen Saisondominatorin Sandra Näslund starke Zweite. Damit fuhr die Vorarlbergerin einen Tag nach dem dritten Rang von Katrin Ofner im ersten Veysonnaz-Rennen ebenfalls auf das Podium.

Wie Ofner hatte auch Gigler vor drei Jahren zum bisher letzten Mal den Sprung auf ein Weltcupstockerl geschafft. Detail am Rande: Gigler hatte sich am Donnerstag als 16. der Qualifikation gerade noch das letzte Finalticket gesichert – mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf die Schweizerin Isabelle Zippert.

Gigler fuhr im Finale im Windschatten von Daniela Maier von der Auftaktrunde bis zum großen Finale jeweils auf Rang zwei. Im Kampf um die Podestplätze behauptete sich die couragiert auftretende Österreicherin zunächst in einem harten Duell mit Sandra Näslund und danach auch im Fotofinish gegen Marielle Thompson. Im ersten Rennen am Freitag war Gigler als Vierte des kleinen Finales auf Gesamtrang acht gelandet. Katrin Ofner war als Qualifikations-18. in der Entscheidung der zweiten Konkurrenz nicht mit dabei.

„Dieses Podest ist richtig gut für das Gemüt und zugleich eine große Erleichterung. Ich bin nicht nur über meine Performance happy, sondern auch darüber, dass es jetzt auch vom Kopf her wieder in die richtige Richtung geht. Der Dezember war noch schwierig und hat mir gezeigt, dass sich nichts erzwingen lässt. Ich bin gestern und heute jeweils drei Heats gefahren und habe mit jedem Lauf ein besseres Gefühl bekommen. In einem so stark besetzten großen Finale Zweite zu werden, macht mich schon stolz. Veysonnaz ist einfach ein guter Boden für mich, denn hier bin ich vor vier Jahren schon Junioren-Weltmeisterin geworden“, freute sich Sonja Gigler, die 2023 und 2024 zwei schwere Knieverletzungen erlitten und deshalb in den beiden vergangenen Saison kein Weltcuprennen bestritten hatte.

Für die ÖSV-Herren, die sich für das 32er-Finale qualifiziert hatten, verlief der Samstag-Bewerb nicht nach Wunsch, denn für Johannes Aujesky (19.) und Adam Kappacher (22.) kam bereits im Achtelfinale das Aus. Der am Freitag schwer gestürzte Tristan Takats trat nicht an und wurde als 32. gewertet. Der Niederösterreicher wurde im Verlauf des Samstagnachmittags von Genf zur genaueren medizinischen Abklärung nach Graz geflogen.

Der Sieg ging an den Kanadier Reece Howden, der den Deutschen Tim Hronek und den Franzosen Melvin Tchiknavorian auf die Plätze zwei und drei verwies.