„Nach langem Überlegen habe ich mich entschlossen, dieses Jahr nicht im Weltcup zu starten und mir eine Auszeit zu nehmen. Jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt, einmal einen Schritt zurück zumachen und mich auf die Matura zu konzentrieren. Das ist die letzten Jahre etwas auf der Strecke geblieben und mir ist bewusst geworden, dass ich meiner Ausbildung nun mehr Zeit widmen möchte. Ich möchte mir dieses Jahr bewusst nehmen, ohne schon jetzt zu wissen, wie es danach weitergeht. Nach dieser Pause werde ich entscheiden, ob und in welcher Form ich in den Spitzensport zurückkehre“, erklärt Johannes Aigner.
Erfolgsserie findet in Cortina ihren Höhepunkt
Der Entschluss folgt auf eine Saison, die für Aigner kaum erfolgreicher hätte verlaufen können. Gemeinsam mit seinem Guide Nico Haberl gewann er im Weltcup alle fünf möglichen Kristallkugeln – den Gesamtweltcup sowie die Wertungen in Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf und Slalom. Mit 16 Weltcupsiegen dominierte das Duo die Klasse der Sehbehinderten und setzte damit die beeindruckende Erfolgsserie der vergangenen Jahre fort.
Auch bei den Paralympischen Winterspielen MILANO CORTINA 2026 präsentierte sich Aigner in Topform. Auf der Tofana holte er gemeinsam mit Nico Haberl Gold in der Abfahrt, im Super-G und im Riesentorlauf. Dazu kam Bronze in der Alpinen Kombination. Im Slalom verpasste Aigner als Vierter eine weitere Medaille nur knapp. Damit bestätigte der Niederösterreicher eindrucksvoll seine Stellung an der Weltspitze.
Für Aigner waren es nach seinen fünf Medaillen bei den Paralympics 2022 in Peking bereits die zweiten Paralympischen Spiele, er hält damit insgesamt bei neun Paralympics-Medaillen.