- Über uns
- Events
- Sportarten
- Athlet:innen
- News
- Services
- Tickets
- Shop
Ein vierter Platz im heutigen Einzelbewerb in Lahti (FIN) reicht Johannes Lamparter, um vorzeitig den Sieg im Gesamtweltcup zu fixieren.
Dabei begann das Wochenende gar nicht nach Wunsch des 24-Jährigen Tirolers. Lamparter bekam bei seinem ersten Trainingssprung Probleme in der Luft und konnte nur mit Mühe einen Sturz verhindern. Diese Schrecksekunde hakte der Ausnahmekönner offenbar schnell ab, denn im heutigen Bewerb zeigte der Rumer bereits wieder eine souveräne Vorstellung. Ein solider Sprung zur Tageshöchsteweite von 129,5 Metern bescherte ihm die zwischenzeitliche Führung. Die weiteren Österreicher verpassen im Sprungdurchgang die Top Ten, Thomas Rettenegger platzierte sich als zweitbester Österreich auf Platz 11 (+1min6sek), dahinter landete Martin Fritz auf dem 12. Rang (+1min8sek)
Lamparter eröffnete das Langlaufrennen, doch bereits 18 bzw. 20 Sekunden nach ihm starteten die Brüder Oftebro sowie Ilkka Herola auf die Loipe. Für Lamparter galt es, den Vorsprung zu den Dreien zu halten, was ihm anfänglich gut gelang. Mit fortschreitendem Rennen kamen die Verfolger näher und es bildete sich schließlich eine Vier Mann starke Führungsgruppe. In der letzten Runde konnte Lamparter, der gesundheitlich nicht 100%ig fit an den Start ging, das hohe Tempo nicht mehr mitgehen. Der Sieg geht schlussendlich an Jens Luraas Oftebro (NOR) vor seinem Bruder Einer Luraas Oftebro und Ilkka Herola (FIN).
„Ich habe mich noch nie so über einen vierten Platz gefreut wie heute. Ich habe einen soliden Wettkampf gezeigt mit einem guten Sprung. Leider hab ich auf der Loipe nicht ganz das zeigen können, was ich gerne wollte. Ich bin trotzdem sehr sehr happy, eine zweite große Kugel daheim zu haben ist genial. Die Kugel einmal zu holen, das kann passieren. Um das Ganze ein zweites Mal zu wiederholen, dazu braucht es schon wirklich Konstanz. Das ist mir dieses Jahr wieder gelungen, es ist eine tolle Bestätigung. Jede Kugel hat ihre eigene Geschichte und auf diese bin ich sehr sehr stolz", so Johannes Lamparter.
Cheftrainer Christoph Bieler weiß um die Qualitäten seines Schützlings: Ich bin echt beeindruckt von ihm, was er über die ganze Saison geleistet hat. Nach den drei Olympiamedaillen und dem Gewinn aller Kugeln, die es zu holen gab, ist das die Draufgabe. Es zeigt, dass er ein ganz gang großer Sportler ist. Es wirkt von außen her vielleicht sogar einfacher, als es schlussendlich war. Auch wenn es in den Trainings oft nicht so gelaufen ist, hat er sich immer wieder rangearbeitet. Er hat eine unglaubliche Wettkampfstärke bewiesen und in seinen jungen Jahren schon so viel erreicht. Wenn wir olympisch bleiben, dann hoffen wir, dass noch viele Erfolge dazukommen.“
Die weiteren Platzierungen der Ski Austria Athleten:
12. Franz-Josef Rehrl
14. Martin Fritz
16. Thomas Rettenegger
18. Stefan Rettenegger
23. Paul Walcher
Neben dem Gesamtweltcupsieg ist ebenso der Nationencup dem österreichischen Team kaum mehr zu nehmen. Nach dem heutigen Bewerb liegt Österreich bei 5343 Punkten und hat auf den zweitplatzierten Deutschland 790 Punkte Vorsprung.
Den Frauen-Bewerb gewann die Finnin Minja Korhonen im Zielsprint vor der norwegischen Weltcup-Gesamtsiegerin Ida Marie Hagen. Als beste Österreicherin wurde Lisa Hirner Achte, Claudia Purker wird 15., Annalena Slamik 17.