JWM - Gold für Gfrerer und Thür im Team Sprint

Bei der nordischen Junioren-WM holen Österreichs nordische Kombinierer heute im Teamsprint in Lillehammer (NOR) sensationell die Goldmedaille.

Der Salzburger Andreas Gfrerer und der Tiroler David Thür hatten nach einem Sprung und 2x 7,5 Kilometern 22,9 Sekunden Vorsprung auf den Silbermedaillengewinner Deutschland (Jonathan Gräbert/Felix Brieden). Die Bronzemedaille geht an Norwegen (+33,2sek; Henrik Hilmarsen/Alvin Le)

Im Springen platzierten sich die beiden mit Weiten von 92 bzw. 93 Metern auf dem zwischenzeitlichen vierten Platz. Der Rückstand auf den Halbzeitführenden Deutschland betrug 33 Sekunden. David Thür startete als Startläufer und eröffnete die Jagd auf die Medaillenplätze. Schnell wurde der Drittplatzierte Slowenien eingeholt, wenige Runden später ebenso Norwegen auf Platz zwei. Bei der sechsten von zehn Übergaben liefen Gfrerer und Thür auf Leader Deutschland auf. David Thür konnte seinen deutschen Kontrahenten in seiner vorletzten Runde abschütteln und bereits bei der Übergabe einen Vier-Sekunden Vorsprung rauslaufen. Andreas Gfrerer baute die Führung weiter auf 12 Sekunden aus, ehe die beiden in ihren letzten Runden ungefährdet die Goldmedaille nach Hause liefen.

„Es war ein unglaublich cooler Tag heute. Auf der Schanze ist es uns noch nicht so leicht von der Hand gegangen, dafür ist es auf der Loipe umso besser gelaufen“, so ein überglücklicher David Thür im Ziel. Andreas Gfrerer führt weiter aus: „Auf der Loipe war es richtig super, wir haben uns davor eine Taktik zurechtgelegt und die ist voll aufgegangen. Wir haben uns das Rennen gut eingeteilt und zum Schluss auch noch Deutschland im Griff gehabt. Das Material war ebenso überragend, einen großen Dank ans Serviceteam. Wir freuen uns jetzt schon auf die Einzelbewerbe.“

Im Teamsprint der Damen schrammten Katharina Gruber und Clara Mentil als Vierte knapp an den Medaillenrängen vorbei. Die beiden lagen nach dem Springen noch auf Platz drei, mussten im Langlaufrennen aber noch die stark laufenden Italienerinnen vorbeiziehen lassen. 

Bereits am Freitag gibt es in Lillehammer mit einem Gundersen Bewerb jeweils für Damen und Herren die nächsten Medaillenchancen für das österreichische Team.