Weltcup-Comeback für Daniel Ganahl 

Erstmals nach seinem schweren Unfall vor eineinhalb Jahren wird der Vorarlberger Daniel Ganahl in Courchevel wieder ins Weltcupgeschehen eingreifen.

© Ski Austria / Weigl

Weltcup-Comeback für Daniel Ganahl in Courchevel

Nach dem Weltcupauftakt im Dezember in den USA starten die Skibergsteiger am kommenden Donnerstag in die Europa-Rennen. Der ÖSV reist mit einem 12-köpfigen Team nach Courchevel (FRA), wo die Sprint- und Vertical-Bewerbe auf dem Programm stehen. Erstmals nach seinem schweren Unfall vor eineinhalb Jahren wird auch der Vorarlberger Daniel Ganahl wieder ins Weltcupgeschehen eingreifen.

Beim Weltcupauftakt in den USA stand lediglich Andreas Mayer am Start, insofern ist für die Ski Austria Skibergsteiger in Courchevel (FRA) nun der eigentliche Start in die Weltcupsaison. Mit dem Sprint am Donnerstag und dem Vertical-Nachtrennen am Freitag stehen zwei spannende Bewerbe auf dem Programm, die auch als erste Standortbestimmung für die Mannschaft dienen. Entsprechend groß ist auch das ÖSV-Aufgebot mit 3 Damen und 9 Herren.

Comeback für Daniel Ganahl
Einen besonderen Weltcup-Auftakt wird der Vorarlberger Daniel Ganahl erleben. Der Montafoner wird am Freitag erstmals nach seinem schweren Radunfall im August 2024 wieder in das Weltcup-Geschehen eingreifen. Der 29-Jährige bestritt seinen letzten Vertical-Weltcup beim Saisonfinale in Cortina (ITA) im April 2024 und erreichte dort mit Platz 5 zugleich sein bestes Karriereergebnis. Ganahl konnte sich in den vergangenen Wochen bereits in einigen international stark besetzten Rennen beweisen und fühlt sich bereit, auch in der Weltelite wieder ein Wörtchen mitzureden. 
Neben Daniel Ganahl wird auch Christof Hochenwarter im Vertical starten. Der Kärntner konnte in der Vergangenheit bereits Podestplätze erzielen und will nahtlos an seine Top-Platzierungen anknüpfen. Ausschließlich im Vertical werden zudem Kevin Hinterberger, Hannes Lohfeyer, Nils Oberauer, Julian Tritscher sowie Daniel Zugg teilnehmen. Paul Verbnjak und Andreas Mayer bestreiten darüber hinaus auch den Sprint, der bereits am Donnerstag über die Bühne geht.

Schon allein, dass ich wieder bei einem Weltcup an den Start gehen kann, fühlt sich an wie ein Lotto-Sechser.

Daniel Ganahl

Damen Aufgebot

Bei den Damen will Johanna Hiemer ihre zuletzt äußerst starke Form auch im Sprint-Weltcup beweisen und wird zudem beim Vertical an den Start gehen. Ebenso die erst 19-Jährige Emma Albrecht, die eigentlich noch im Jugendweltcup angesiedelt ist. Mit ihren ausgezeichneten Leistungen hat sich die Tirolerin bereits in der letzten Saison im Weltcup beweisen können und ist auch als Ersatzläuferin für Olympia vorgesehen. Die Vertical-WM-Medaillengewinnerin Sarah Dreier fokussiert sich ausschließlich auf das Aufstiegsrennen und zählt sicherlich zu den Podest-Kandidatinnen.

Courchevel wird sicherlich eine wichtige Standortbestimmung für uns alle.

Johanna Hiemer

Stimmen:

Sarah Dreier:
„Nach der ÖM in Werfenweng geht es jetzt praktisch nahtlos nach Courchevel, worauf ich mich sehr freue. Ich werde mich auf meine Spezialdisziplin, das Vertical, konzentrieren und hoffe, bei den nächsten Weltcup-Rennen möglichst gut abzuschneiden, um dann bei der EM im März wieder ein Wörtchen um die Medaillen mitreden zu können.“

Johanna Hiemer:
„Courchevel wird sicherlich eine wichtige Standortbestimmung für uns alle. Ich fiebere aber vor allem dem letzten Mixed Rennen vor Olympia, Ende Jänner in Boi Taüll, entgegen. Jetzt heißt es einfach fokussiert und vor allem gesund zu bleiben, denn das große Saisonziel ist definiert.“

Daniel Ganahl:
„Schon allein, dass ich wieder bei einem Weltcup an den Start gehen kann, fühlt sich an wie ein Lotto-Sechser. Ich konnte bei den letzten Vorbereitungsrennen richtig gut mithalten und fühle mich bereit für das Comeback. Natürlich bin ich etwas nervös, aber ich habe ein wirklich starkes Umfeld und auch im ÖSV-Team eine enorme Unterstützung, so dass ich mich vollends auf das Rennen freue.“

Christof Hochenwarter:
„Ich freue mich jetzt sehr auf das erste Vertical-Weltcup-Rennen der Saison. Ich bin gut vorbereitet und hoffe natürlich, an meine Leistungen aus der letzten Saison anzuknüpfen, dann ist auch das Podest wieder erreichbar.“

Paul Verbnjak:
„Courchevel ist uns ja allen bestens bekannt und ich freue mich, dass es jetzt endlich losgeht. Unsere Vorbereitung ist wirklich sehr gut verlaufen und wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt gilt die ganze Konzentration den nächsten Rennen, um dann für das entscheidende Saisonziel bestens gerüstet zu sein.“