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Heute vor 50 Jahren kürte sich Franz Klammer auf dem Patscherkofel zum Abfahrts-Olympiasieger.
Hunderte Geschichten ranken sich um diesen 5. Februar 1976, einen Tag nachdem das olympische Feuer zum zweiten Mal in Innsbruck entfacht wurde. Die Straßen waren leergefegt, wie später nur während der Lockdowns, und in vielen Bundesländern war sogar schulfrei, damit alle dem „Franzi Klammer“ beim Siegen zuschauen konnten. Passend zu diesem epochalen Ereignis ließ die Technik erstmals eine TV-Übertragung im „Farbfernsehen“ zu. Kurzum: der Erwartungsdruck, der auf den Schultern des damals 22-jährigen Abfahrts-Dominators lastete, war ins schier Unermessliche gestiegen.
Das Drama, dass sich dann am Patscherkofel vor 60.000 Fans im Zielstadion und am Streckenrand abspielte, ist bis heute unvergessen und hat längst den Weg in die Kinos gefunden. Zunächst stellte der Schweizer Bernhard Russi, Olympiasieger von 1972, eine famose Bestzeit auf. Doch Klammer bestätigte auch auf olympischer Ebene seinen Ruf als bester Abfahrer der Welt – und das in typischer Klammer-Manier. Nachdem er mit der Startnummer 15 nur die drittbeste Zwischenzeit markierte, kämpfte er sich im knallgelben Rennanzug trotz immer ruppiger werdender Piste im unteren Streckenabschnitt auf die Erfolgsspur zurück und schwang im Ziel mit 0,33 sec. Vorsprung als neuer Abfahrts-Champion ab. Es waren jene 1:45,73 Minuten, die aus dem Kärntner Bergbauernbub jenen „Ski-Kaiser“ machten, der er bis heute ist.