Hütter rast zu Bronze im Super-G

Cornelia Hütter hielt im Super-G von Cortina den Druck stand und sicherte sich in ihrem letzten Olympiarennen die erste Olympiamedaille ihrer Karriere.

© GEPA

Letzte Medaillenchance eindrucksvoll genutzt

Der olympische Super-G stand im Zeichen einer Triumphfahrt der Italienerin Federica Brignone, die ihr Comeback nach schwerer Verletzung mit Gold krönte. Hinter der Französin Romane Miradoli ging auch für Cornelia Hütter der Medaillentraum mit Bronze bei ihrem letzten Olympiaeinsatz in Erfüllung. Teamkombi-Olympiasiegerin Ariane blieb eine Hundertstelsekunde hinter Hütter nur Blech.

Ich wusste, dass ich All-in gehen muss. Scheinbar brauche ich ein bisschen Druck.

Cornelia Hütter (Bronzemedaillen-Gewinnerin im Super-G)

Nach Platz vier in der Abfahrt und fünf in der Team-Kombi schaffte es die 33-jährige Steirerin doch noch auf das olympische Podest – und das eine Hundertstelsekunde vor Teamkollegin Ariane Rädler. Der Sieg ging überlegen an Federica Brignone, die nach einem wilden Ritt auf der Tofana 0,42 sec. Vorsprung auf die Französin Romane Miradoli. Der Rückstand von Hütter auf Brigogne betrug 52 Hundertstel.

„Scheinbar brauche ich bisschen Druck im Leben. In Saalbach hat es auch schon im allerletzten Rennen mit der Kugel geklappt, und jetzt war mein letztes olympisches Rennen. Ich wusste, dass ich All-in gehen muss. Während der Fahrt musste ich kämpfen. Ich habe ein paar Fehler eingebaut und bin sicher nicht überall sauber gefahren – aber wurscht. Das ist das, was ich am meisten wollte. Wenn man so viele Jahre dabei ist, sieht, wie stolz alle auf ihre Medaillen sind, dann beginnt man auch davon zu träumen. Ich wollte das auch. Dass es jetzt wirklich so weit ist, ist schon was Besonderes.“", freut sich Cornelia Hütter beim ORF-Interview im Ziel. 

Die um einen Hauch geschlagene Ariane Rädler gönnte es ihrer Teamkollegin: „Ich weiß gar nicht, wohin mit meinen Gefühlen. Es wäre echt schön gewesen, noch eine Medaille zu holen. Das tut jetzt alles sehr weh. Aber die Goldene macht alles viel leichter. Ja, ich habe die Goldene, und ich hätte nochmal die Chance gehabt. Aber ich kann trotzdem zufrieden sein. Es gibt viel Schlimmeres auf der Welt, von da her alles gut. Ich habe gleich zu Conny gesagt, dass ich es ihr echt gönne, wenn ich jetzt Vierte werde, sie war schon so oft Vierte.“ 

Das Rennen auf der sehr schwierigen und selektiven Strecke war von vielen Ausfällen geprägt. Neben Topfavoritinnen wie Sofia Goggia (ITA), Emma Aicher, Kira Weidle-Winkelmann (beide GER), Ester Ledecka (CZE) oder Breezy Johnson (USA) kamen auch die beiden Österreicherinnen Mirjam Puchner und Nina Ortlieb nicht ins Ziel. 

zum Ergebnis