Lamparter jubelt nach Kraftakt über Silber!

Der nordische Kombinierer Johannes Lamparter hat beim Einzel-Bewerb von der Normalschanze die olympische Silbermedaille gewonnen.

© GEPA

Erste Olympiamedaille für Lamparter

Nach einem Sprung von der Normalschanze und 10 km auf einer extrem tiefen und kräftezehrenden Loipe musste sich Johannes Lamparter nur dem Norweger Jens Luraas Oftebro geschlagen geben. Für den Tiroler war es nach zwei vierten Rängen in Peking die erste Medaille auf olympischem Parkett. Bronze in Tesero ging an den Finnen Eero Hirvonen. Stefan Rettenegger verpasste das Podest als Vierter um 15,1 Sekunden.

„Diese Medaille bedeutet mir unglaublich viel. Das waren sicher nicht die leichtesten Verhältnisse für mich. In den letzten Tagen habe ich sehr daran gezweifelt, ob ich da eine Chance haben werde. Ich bin überglücklich mit Silber. Das mit der Olympiamedaille habe ich mal abgehakt, jetzt kann ich mich auf die Großschanze konzentrieren“, freute sich Johannes Lamparter unmittelbar nach dem Rennen im ORF-Interview.

Stefan Rettenegger war bis kurz vor dem Ziel ebenfalls Teil der siebenköpfigen Spitzengruppe und kämpfte um die Medaillen mit. Als Jens Luraas Oftebro den Angriff startete, war aber Lamparter der Einzige, der das Tempo mitgehen konnte. Stefan Rettenegger musste sich am Ende 15,1 Sekunden hinter dem starken Eero Hirvonen mit Rang vier begnügen.

Ergebnis

„Es war einfach unvorstellbar zäh. In den Anstiegen war der Schnee so tief. Ich habe mich lange sehr gut gefühlt. Dann macht es sehr schnell bum, und es wird noch lange ins Ziel. Ein vierter Platz ist nicht schlecht. Jens war heute der Beste. Jo ist eine brutal starke letzte Runde gelaufen. Super zu sehen, dass er eine Medaille geholt hat. Das ist wichtig für das Team“, meinte Stefan Rettenegger nach dem Rennen.

Sein Bruder Thomas, Zweiter nach dem Springen, landete auf Rang neun. Die Athleten hatten mit extrem schwierigen Streckenverhältnissen zu kämpfen, tiefer Schnee auf der Loipe verlangten den Kombinierern alles ab.