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Der Tiroler Johannes Lamparter krönt sich auch auf der Großschanze zum Vize-Olympiasieger und freut sich über seine zweite Medaille im zweiten Bewerb der Nordischen Kombination bei den Olympischen Winterspielen 2026 Mailand Cortina.
Ich bin sehr, sehr zufrieden. Man gewinnt nicht jeden Tag bei Olympia eine Medaille, deswegen bin ich sehr happy
Silbermedaillen-Gewinner Johannes Lamparter
Bereits auf der Schanze legt Lamparter den Grundstein für seinen Erfolg. Mit einem Satz auf 136 Meter bringt er sich in eine hervorragende Ausgangsposition und liegt zur Halbzeit auf Rang zwei. Auf Spitzenreiter Ryota Yamamoto fehlen ihm lediglich acht Sekunden. Auch der Vorsprung auf Oftebro scheint mit 14 Sekunden komfortabel, erweist sich über die zehn Kilometer jedoch als nicht ausreichend.
In der Loipe übernimmt Lamparter früh die Initiative. Er holt Yamamoto rasch ein, setzt sich an die Spitze und schlägt von Beginn an ein hohes Tempo an. Nach der ersten Runde liegt er bereits 17,9 Sekunden vor einer fünfköpfigen Verfolgergruppe, der unter anderem die Norweger Andreas Skoglund und Oftebro sowie Thomas Rettenegger angehören.
Die Konkurrenz reagiert und erhöht das Tempo deutlich. Lamparter steht vor einer taktischen Entscheidung: weiter volles Risiko gehen oder Kräfte einteilen. Er nimmt etwas Tempo heraus, doch zur Rennhälfte schließt eine vierköpfige Spitzengruppe mit Lamparter, Oftebro, Skoglund und Herola auf. In der entscheidenden Phase zeigt Oftebro schließlich seine läuferische Klasse und setzt sich entscheidend ab.
„Ich bin sehr, sehr zufrieden. Dafür arbeitet man den ganzen Sommer, da braucht man sich über Silber nicht zu ärgern. Es ist wieder ein sehr schöner Tag. Letzte Woche war es emotionaler, weil es meine erste Olympiamedaille war. Man gewinnt nicht jeden Tag bei Olympia eine Medaille, deswegen bin ich sehr happy. Vor Oftebro muss man den Hut ziehen, er ist einfach extrem stark“, erzählt Johannes Lamparter in einem ersten Interview.
Für die Brüder Rettenegger verläuft der Wettkampf unterschiedlich. Thomas Rettenegger positioniert sich mit 137 Metern zunächst auf Rang vier, verliert durch eine missglückte Landung jedoch wertvolle Punkte. Im Langlauf kann er nicht entscheidend Boden gutmachen und beendet das Rennen mit 1:45,6 Minuten Rückstand auf Platz elf. Stefan Rettenegger hat bereits nach dem Springen einen größeren Rückstand: Mit 129 Metern liegt er 1:08 Minuten zurück. Dank der fünftbesten Laufzeit kämpft sich der 24-Jährige immerhin noch auf Rang acht (+1:09,7) nach vorne.