Seine langjährige Begeisterung für den Skisport hat auch berufliche Gründe. Seit fast 40 Jahren ist Unterkofler bei den ÖBB als Lokführer tätig und durch diverse Eisenbahnerrennen, die ihn seit seiner Ausbildungszeit begleiten, blieb er dem Skisport stets verbunden. „Da gab es alle zwei Jahre nationale Titelkämpfe und alle vier Jahre Europameisterschaften – dadurch bin ich immer drangeblieben“, erzählt der sechsfache EM-Goldmedaillengewinner.
Die Weisheit, dass gute Sportler auch im Berufsleben erfolgreich sind, trifft jedenfalls auch auf Otto Unterkofler zu, der sein außergewöhnliches Gefühl für Geschwindigkeit – sowohl im Führerstand als auch auf zwei Brettern – stets unter Beweis stellt.
„Schneller bin ich aber mit dem Zug“, schmunzelt er. Bis zu 230 km/h erreicht der Railjet auf der Weststrecke zwischen Salzburg und Bludenz. Doch auch die Piste liefert beeindruckende Geschwindigkeiten: „Ich erinnere mich an einen Super-G in Abetone – da hatten wir 100 km/h im Schnitt.“
Da ist es wenig überraschend, dass der Super-G seine bevorzugte Disziplin ist. „Der Riesentorlauf ist die Basis, keine Frage. Aber wenn ich wählen müsste, würde ich sagen: Super-G. Ich liebe die Geschwindigkeit – dieses Gefühl, über eine Kuppe zu fahren und das Tempo und die Linie richtig einschätzen zu müssen. Das taugt mir einfach.“